von Peter Kaiser

publiziiert 18.9.26

Der Beitrag deckt viel noch nicht Bekanntes auf. An den Universitäten musste ein Drittel der wissenschaftlichen Intelligenz ihre Positionen verlassen. Etwa 2000 emigrierten. Infolge der Vertreibung jüdischer Wissenschaftler wurden ganze Fächer und Fachrichtungen geschlossen. „Die radikale Wandlung der deutschen Hochschulen im Jahre 1933 nahm die Mehrzahl der Universitätsmitglieder schweigend hin“. Biologen und Mediziner sahen die Möglichkeit, die bereits seit dem 19. Jahrhundert vorgenommene Integration sozialdarwinistischer Ideen weiterentwickeln zu können und leisteten den Machthabern ihre Dienste mit der Begründung einer exklusiven höheren „Rasse“, um andere als Untermenschen dienstbar zu machen. Wissenschaft wurde in weiten Bereichen zur Pseudowissenschaft (Biologie, Medizin, Anthropologie, Geschichte). „Nahezu alle Forschungen wurden nach und nach auf „Kriegsverwendungsfähigkeit“ eingeschränkt. (→„Deutschland soll kriegstüchtig“ werden)“. „Gegen Ende ihrer Herrschaft 1945 verzeichnete die NSDAP mehr als zwei Drittel aller Hochschullehrer als Parteimitglieder.“ Der Beitrag endet mit “Hoffen wir, dass sich derartige Entartungen in den Wissenschaften niemals wiederholen!!!“

Der Artikel beantwortet unter anderem die Fragen

  • Welche ethischen Grenzen wurden im Nationalsozialismus beispielsweise in der Medizin und Biologie überschritten – und wie schützen wir diese heute?
  • Wie wurde Forschung im Nationalsozialismus auf „Kriegsverwendungsfähigkeit“ reduziert – und gibt es heute ähnliche Tendenzen?

Peter Kaiser ist einer der Sprecher des wissenschaftlichen Beirats der Offenen Akademie.


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