Hannes Jung, Teilchenphysiker, Sprecher von Science4Peace, Eremitus DESY

Jonathan Beullens, Physik Student Uni Frankfurt, Initiative Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel

Mittwoch 17. Juni  19:00 Uhr  Zentrales Hörsaalgebäude ZHG 001

Der zunehmende Druck, Forschung an militärischen und sicherheitspolitischen Zielen auszurichten, stellt Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor grundlegende Fragen. Parallel dazu beschleunigen sich Aufrüstungsprozesse in Deutschland deutlich; auch politische Positionierungen im Kontext internationaler Konflikte und des Völkerrechts tragen zu einer Verschiebung des Rahmens bei, in dem Wissenschaft agiert. Die beiden Vorträge beleuchten diese Entwicklungen kritisch und diskutieren Alternativen einer zivil ausgerichteten Wissenschaft, die für die Bewältigung der globalen Herausforderungen die konsequente Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der UN verfolgt.

Am Beispiel von DESY wird gezeigt, wie Bestrebungen zur Militarisierung konkret aussehen und wie Initiativen wie Science4Peace@DESY darauf reagieren. Ergänzend werden Perspektiven aus der Zivilklauselbewegung an Universitäten vorgestellt.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit, die historisch auch über politische Konfliktlinien hinweg möglich war und heute zunehmend unter Druck gerät. Abschließend werden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, um zivile Forschung zu stärken und Militarisierung entgegenzuwirken.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Reihe Wissenschaft in der autoritären Wende

Kontakt: Prof. Dr. Christian Jooß, Institut für Materialphysik, Universität Göttingen

in Kooperation mit:

Prof. Dr. Stan Lai, II. Physikalisches Institut, Universität Göttingen

Prof. Dr. Vasily Moshnyaga, I. Physikalisches Institut, Universität Göttingen

Wissenschaftlicher Beirat, Offene Akademie


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