Wir als Offene Akademie sind engagiert gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus. Die inkriminierten Bilder der Documenta 15 sind nicht antisemitisch. Sie klagen unter anderem Verbrechen an, in die Organe des Staates Israel verwickelt waren. Sie wenden sich gegen einen Staat, seine Armee, seinen Geheimdienst und in keiner Weise gegen das jüdische Volk. Amnesty International hat am 1.2.22 Israel als einen Apartheid-Staat bezeichnet. Jede Kritik an israelischen Staatsorganen als antisemitisch zu bezeichnen ist in Wirklichkeit eine Verharmlosung des tatsächlichen Rassismus und Antisemitismus von rechter Seite.

Bilder und Dokumente wenden sich auch gegen Verbrechen unter Beteiligung der USA und anderer imperialistischer Staaten. Zur Erinnerung: die US-gestützte Suharto-Diktatur in Indonesien hat eine Million Menschen umbringen lassen, weil sie Kommunisten waren oder unter Verdacht standen, es zu sein. Dieser Völkermord ist kaum bekannt und nicht aufgearbeitet. Es ist verdienstvoll, dass die Verfasser Ruf, Wandelt und Werning dies aufdecken. Wir solidarisieren uns mit Ihnen und mit den Künstlern der Documenta 15.

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