Vortrag von Prof. Dr. Christian Jooß, Göttingen

Die Physik hat in den letzten Jahrzehnten eine Flut neuer Materieformen und Umwandlungen entdeckt und ihren Horizont gewaltig erweitert. Doch sie scheitert daran, den Zusammenhang in einer Entwicklungstheorie der Materie herzustellen.

Die Urknalltheorie als Weltbild des heutigen Kapitalismus ist in einer offenen Krise. Ihre Antithese ist die Theorie der „Selbstorganisation der Materie“, die dialektisch-materialistische Auffassung des unendlichen Werdens und Vergehens der Materieformen aus sich selbst heraus. In Kritik an der idealistischen Vorstellung eines „leeren Raum“s entwickelt der Referent eine dialektische Äthervorstellung und diskutiert den Zusammenhang von diskreter und kontinuierlicher Materie.

Christian Jooß, Physiker, forscht und lehrt an der Universität Göttingen und ist aktiv in der Arbeiter- und Umweltbewegung. Er ist Autor des Buches „Selbstorganisation der Materie“ (2017) und Mitglied des Beirats der Offenen Akademie.


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