Pressemitteilung

Offene Akademie, Wissenschaftlicher Beirat, Sprechergruppe

Vom 24.03. bis 29.3.2024 findet wieder die Wochentagung der Offenen Akademie im Arbeiterbildungszentrum in Gelsenkirchen statt. Hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Aktivisten aus der Arbeiter-, Umwelt-, Frauen- und internationalistischen Bewegung werden zu aktuellen brisanten Themen kritischer fortschrittlicher Wissenschaft erwartet: So wird einer der international führenden Kritiker der Urknall-Theorie, Eric Lerner aus den USA, nicht nur aufzeigen, dass die Urknalltheorie widerlegt ist, sondern auch die Bedeutung einer anderen Betrachtung der Entwicklung im Kosmos . Prof. Dr. Jutta Weber aus Paderborn setzt sich angesichts der Diskussion über die begonnene Umweltkatastrophe mit technokratischen Anpassungsvorstellungen auseinander und damit, wie eine echte gesellschaftliche Transformation aussehen könnte. Dem Wesen der Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft wird in einem Beitrag zweier junger Wissenschaftler Maria Grein und Fabian Grötsch auf den Grund gegangen.

Einen Brennpunkt stellen die wachsende Aufrüstung, Kriegsentwicklung und die Gefahren eines dritten Weltkriegs dar. Einer der Referenten zu diesem Thema ist Jürgen Wagner von der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI), der sich mit dem Zusammenhang der Aufrüstung und den machtpolitischen Ambitionen Deutschlands auseinandersetzt. Prof. Dr. Karl Hans Bläsius aus Trier untersucht die wachsenden Gefahren des Kriegs durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz bis hin zum Einsatz von Atomwaffen. 

Auch Vertreter der Arbeiterbewegung werden wieder als Referenten auf der Offenen Akademie zu Gast sein. Dazu gehören Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft der Eisenbahner mit einem Beitrag zum Kampf für die 35-Stunden-Woche, ebenso wie die Internationale Koordinierungsgruppe des Hafenarbeiter Erfahrungsaustausches zum selbstständigen Streik im Hamburger Hafen 2023 und zu seiner Bedeutung. 

Ein wichtiges Thema ist auch die krisenhafte Entwicklung der Gesundheitsversorgung. Dazu werden u.a. Dr. med. Kurt E. Müller zu den umweltmedizinischen Seiten von depressiven Erkrankungen und Prof. Dr. med. Gerhard Trabert zum Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung sprechen, von dem immer mehr Menschen in Deutschland ausgeschlossen werden. Ein Höhepunkt des Programms wird auch die Frage eines Auswegs aus den kapitalistischen Krisen sein. Dazu spricht u.a. Gabi Fechtner, die Parteivorsitzende der MLPD in ihrem Vortrag „Warum muss Sozialismus „echt“ sein?“

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Krieg in Nahost mit u.a. einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Ebenfalls kommt die Umwelt wieder ausführlich zur Sprache, so durch den Pionier der regenerativen Energien Hans-Josef Fell (Grüne), der Klima-Leugner und Greenwasher gleichermaßen entlarvt.

Schon am Vorabend der Eröffnung der Wochentagung am 23.3. wird Rainer Günther mit seiner Ausstellung „Sozialistischer Realismus heute“ einen wichtigen Diskussionsbeitrag zur fortschrittlichen Kultur bringen. Kulturelle Bestandteile des Abendprogramms sind „Die Grenzgänger“ aus Bremen mit „Zeitlosen Utopien aus sechs Jahrhunderten“ sowie das Konzert anlässlich des zwanzigsten Jubiläums der Offenen Akademie mit den Bands „Bluesgarten“ aus Erlangen und „A Mournful Experience“, Bottrop.

Viele weitere Dozentinnen und Dozenten werden erwartet. Das gedruckte ausführliche Programm mit allen Informationen und Preisen kann ab sofort bestellt werden bei offene-akademie@gmx.de.  Außerdem ist es sowohl in Kurzübersicht als auch in ausführlicher Fassung zu finden unter www.offene-akademie.org.

Die Offene Akademie wird im Jahr 2024 zwanzig Jahre alt. Der Wissenschaftliche Beirat wird in seiner Eröffnung die Arbeit dieses Forums fortschrittlicher kritischer Wissenschaft und Kultur, an dem über 250 Dozentinnen, Dozenten und Kulturschaffende mitgewirkt haben, auswerten und Schlussfolgerungen zur Diskussion stellen. Wie kann das Ziel der Gewinnung von mehr jungen Besucherinnen und Besuchern sowie die Förderung junger Wissenschaftler und Kulturschaffender noch besser verwirklicht werden? Wie kann von der materialistischen Kritik an einzelnen Fragen verstärkt auch eine Förderung einer Bewegung des streitbaren Materialismus erfolgen?

Dazu gibt es schon wichtige Veränderungen in der Vorbereitung und Durchführung der Wochentagung der Offenen Akademie:

  • Am Sonntag den 28. Januar findet von 12.00 bis 15.00 Uhr ein bundesweites Vorbereitungstreffen für die Wochentagung im Arbeiterbildungszentrum Gelsenkirchen, Koststr. 8 statt. Alle, die mithelfen wollen, die Wochentagung breit bekannt zu machen und die sich einbringen wollen in die Durchführung, sind herzlich eingeladen. Teilnehmer aus entfernten Orten können auch einen zoom-link erfragen unter: offene-akademie@gmx.de
  • Insbesondere auch an Hochschulen und unter der Jugend wird das Programm breit beworben werden. In den meisten Bundesländern sind Schulferien, sodass auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen können.
  • Die ermäßigten Preise insbesondere für jugendliche Teilnehmer wurden trotz gestiegener Kosten nicht erhöht. Es wurde ein Hilfsfond eingerichtet, der aus Spenden und Förderpreisen finanziert wird.
  • Insbesondere in Gelsenkirchen werden kostengünstige Unterkünfte gesucht.

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