Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Friedensfreunde,

wir Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Kulturschaffende grüßen Euch sehr herzlich.  Wir sind in Forschung, Ausbildung und Kultur engagiert für den Fortschritt für die Menschheit, für bessere Bildung, Umweltschutz und gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wir fördern Wissenschaft und Bildung für eine lebenswerte Welt ohne Kriege.

Dafür haben wir eine internationale Erklärung von mittlerweile mehr als 100 Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Israel, Russland und USA gestartet. Sie sagt:

„Nein zum Krieg – Wissenschaftler für internationale Völkerfreundschaft!“

Es ist sehr bedeutend, dass diese Demonstration heute stattfindet. Nur durch den breiten Protest und massenhaften aktiven Widerstand kann die Gefahr der Ausweitung des Krieges zwischen Russland und NATO um die Ukraine begegnet werden. 

Dazu gehört auch gegen das absurde Hochrüsten und die zunehmende Militärforschung auch an Hochschulen in Deutschland einzutreten. Sie wird auf Kosten Eurem Lebensstandard finanziert, Kolleginnen und Kollegen. Wir protestieren dagegen und erklären:

Rüstungskonzerne verdienen an gigantischen Budgets, 100 Milliarden € zusätzlich allein in Deutschland. Wir lehnen Hochrüstung ab. Rüstung und Krieg gehen auf Kosten der Bevölkerung und des wissenschaftlichen und sozialen Fortschritts.  (…) Wir sind engagiert in Wissenschaft, Bildung, Kultur und Technik. Mit unserer Arbeit wollen wir zu einem besseren Leben für die Menschen beitragen. Ein Leben in Einklang mit der Natur und der Sieg über Hunger und Armut könnten möglich sein. Wir wollen nicht, dass unsere Arbeit für die Entwicklung von automatisierten Waffen und Massenvernichtungswaffen missbraucht wird.

Eine wichtige Auseinandersetzung ist, dass wir uns nicht für die eine oder andere Seite in diesem imperialistischen Krieg missbrauchen lassen. Deshalb sagen wir:

Die eigentlichen Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Oben und Unten

Die Menschen sind nicht dasselbe wie ihre Regierungen, weder im Osten noch im Westen. Wir verurteilen den Ausschluss russischer Wissenschaftler aus der internationalen Forschungsarbeit, wie es in Deutschland durch die Allianz der Wissenschaftsorganisationen betrieben wird. Wir wenden uns gegen Chauvinismus und aggressiven Nationalismus. Wir anerkennen das mutige Engagement gegen den Krieg seitens russischer Wissenschaftler, ebenso wie aus der Frauen- und Arbeiterbewegung.“

Unsere Erklärung endet:

Wir wollen eine Welt, in der imperialistische Kriege der Vergangenheit angehören.

Wir werden unter Wissenschaftlern, Kulturschaffenden, Studenten diskutieren, wie wir gemeinsame mit der Arbeiter- und Frauenbewegung den aktiven Widerstand gegen Weltkrieg auch an den Hochschulen, in Wissenschafts- und Kultureinrichtungen entwickeln können.

Die Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats der Offenen Akademie


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