Praktische Alternativen für eine offene und solidarische Gesellschaft von unten!

Von Svenja Schurade und Selmar Krug

Sonntag 9.11., 13.30 bis 14.15 Uhr

Seit Jahren wird in Deutschland eine Verschärfung der Abschiebegesetze nach der nächsten verabschiedet. Forschungen zeigen jedoch, dass Abschiebepolitiken ineffizient bleiben, aber zahlreiche soziale, gesellschaftliche und ökonomische Ausschlüsse produzieren (Lindberg and Khosravi 2021; Gibney and Hansen 2003; Coutin 2015; Anderson et. al. 2011) und Migrant*innen in höchst prekäre Arbeitssektoren disziplinieren (Birke 2022; Schreyer et. al. 2022).

Wie kann dem entgegen die praktische Umsetzung einer Utopie der offenen Grenzen und der Bewegungsfreiheit wirksam werden? Mit diesem Beitrag werden wir praktische Antworten aus der empirischen Forschung geben. Einerseits werden wir zeigen, dass die bestehenden legalen Bleiberechtsregelungen an der Schaffung eines rassistischen, neoliberalen Workfare-Bleiberechts-Regimes beteiligt sind. Andererseits wollen wir diskutieren, wie Migrant*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen von unten Alternativen aufbauen.

Svenja Schurade, WiMi, Uni Göttingen, forscht seit 2019 zum deutschen Abschiebe(haft)regime. In ihrer Arbeit verbindet sie Forschung mit politischer Involviertheit für eine Gesellschaft, die auf Bewegungsfreiheit, Gleichheit, Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung basiert.

Selmar Krug, WiMi, Uni Göttingen, arbeitet seit 2021 zu den vielfachen Verstrickungen des Migrations- und Grenzregimes mit Politiken der Strafe und Kriminalisierung. Vor diesem Hintergrund arbeitet er ethnographisch zu Abschiebe- und Ausweisungspraxen.


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